Als „Zeuge einer Epoche und Gedächtnis der Stadt“ stellt der Ohlsdorfer Friedhof ein außergewöhnliches Gesamtkunstwerk dar, das sich auf Grund der rückläufigen Grabbelegungen notwendigerweise wandeln muss. So steht es an, dass der Ohlsdorfer Friedhof als größter Parkfriedhof Europas mit fast 400 Hektar Fläche im Rahmen des Projektes „Ohlsdorf 2050“ nicht mehr als Grabstätten benötigte Flächen, sowie einige seiner Kapellen für weitere Nutzungen öffnet.

2017 regte Peter Tillmann, Agrar-Ingenieur und Mitglied der Initiative KulturKleinBorstel  nach dem der  Friedhof im Rahmen des Projektes Ohlsdorf 2050 zur Bürgerbeteiligung aufgerufen hatte, mit seinem  Konzept „Arche Ohlsdorfer Friedhof“ an,  auf dem Ohlsdorfer Friedhof einen Ort für den Erhalt und  die Bewahrung  alter historischer Obst und Beerensorten zu schaffen. „Mein Traum wäre, dass alle Friedhöfe in Deutschland, die nicht mehr genutzt werden, zum Überlebensraum für vom Aussterben bedrohter (Nutz-)Pflanzen, Insekten und anderen (Wild-)Tieren werden können.“

Als Kooperation zwischen Ohlsdorfer Friedhof und  dem Pomarium Gut Wulfsdorf entstand eine erste Pflanzung von 50 jungen Obstbäumen rund um die Kapelle 6 auf dem Friedhof.

Im Zuge der Pflanzung sollten künftig auch Führungen sowie Veredlungskurse und Seminare zum Obstbaumschnitt in Zusammenarbeit mit dem Pomarium Gut Wulfsdorf und der Kulturinitiative KulturKleinBorstel/ Kapelle 6 angeboten werden. Weitere Informationen auch zu den Kulturveranstaltungen in Kapelle 6 können Sie, sobald sich die Planung konkretisiert hat, der Website www.kapelle6.de entnehmen.

Das Projekt Ohlsdorf 2050 wird durchgeführt von der Hamburger Friedhöfe -AöR- und der Behörde für Umwelt und Energie. Es wird im Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert.